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1. Asterix bei den Olympischen Spielen
2. Das Vermächtnis des geheimen Buches
3. Keinohrhasen
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Ultraviolet
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Snuff, die Krankheit der Gesellschaft
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Special |
D |
2002
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5 Min |
| Regisseur: neo |
| Über: Wir alle
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Content:
Es gibt Nachrichten, die gehen einen mehr unter die Haut, als man dies will. Ein Mann in Hessen sucht im Internet nach einem freiwilligen, der er Schlachten und Essen darf. Dieser findet sich und die Tat wird vollzogen. Auch wenn sich dies unreal anhört, ist es real. Life is stranger than ficiton. Festgehalten wurde dieser Mord, angeblich, auf Videobänder. Ein sog. Snuff Film. Nun ist es schon erschreckend, wenn es einen Menschen gibt, der so einen grausamen Mord vollziehen kann, ist es noch erschreckender, daß es einen Menschen gab, der sich freiwillig zum ermorden meldete. Was aber am erschreckensten ist, ist die Gewißheit, wenn der Mord nicht aufgeflogen wäre, wären diese Videobänder ein Vermögen wert gewesen. Nicht nur, daß es eine Menge Abnehmer für solche Videos gibt, man kann auch Geld damit verdienen. Was kostet ein Leben?
Sicher, man kennt das, auf der Autobahn ist ein Unfall und auf der Spur in die andere Richtung bildet sich ein Stau, weil man ja etwas sehen könnte. Etwas was nicht alltäglich ist. Einen anderen Menschen leiden oder sogar sterben sehen können, in dem wohligen Wissen, einem selbst passiert in dem Moment nichts. Dies ist in gewisser Weise natürlich. Der Mensch besitzt auch eine sehr dunkle Seite, die einem zu diesem Gaffen drängt, ohne überhaupt genau zu wissen, warum. Der nächste Schritt sind Bilder im normalen Fernsehen. Man beobachte mal die Bilderwahl bei den Nachrichten vor 20 Jahren und heute. Am meisten Geld bringen die Bilder, wo man eine Bare sieht, auf der liegt ein Mensch mit Tuch überdeckt und langsam sieht man Blutflecken auf dem Tuch. Dies sind reale Szenen, reale Tote. Was kostet ein Leben?
Die nächste Steigerung sind Filme, vorzugsweise im Kino. Voeyeurismus wird immer mehr bedient. Natürlich war "Hänsel und Gretel" auch nicht harmlos, aber man wurde nicht mit visuellen Eindrücken vollgepumpt. Film ist unreal, die Menschen stehen nach Drehschluß wieder auf. Nur wird das mehr und mehr vergessen. Das geht so weit, daß der Mörder zum Held wird. Was erinnere ich mich an die Premiere von "Hannibal", als eine Frau neben mir meinte "Der Arsch hat es verdient zu sterben". Hannibal hat sich durchgesetzt, er hat seinen Widersacher um die Ecke gebracht, er ist ein Held. Helden sind immer auch Vorbilder. Bitte jetzt nicht falsch verstehen, ich will nicht sagen, daß der Film Hannibal schuld ist, an dem Mord in Hessen oder sonst irgendeiner. Es werden in solchen Filmen immer Leute getötet, die es "verdient" haben. Oder noch besser, ein Archetyp. Die hübsche an der Schule, die einem im realen Leben abgewiesen hat du so der Lächerlichkeit preis gegeben hat und im Film stirbt sie nun endlich. Man darf an dem Punkt nicht vergessen, daß der Mensch nun einmal in Schubladen denkt und deshalb, meist, bei einem Film die Akteure mit realen Menschen vergleichen kann. Der Mörder übt auch immer eine Gewissen Macht über das Opfer aus, er nimmt dem anderen das Leben. Er beherrscht den anderen nach belieben. Er weis genau, was der andere tut und spielt nur ein Katz und Maus Spiel, an dessen Ende eben der Mord steht. Wer möchte das im realen Leben nicht auch können? (Nehmen wir mal den finalen Mord raus). Die Macht, die Geschehnisse zu lenken, nicht von Geschehnissen gelenkt zu werden. Daher die Faszination für Hannibal und Konsorten. Nun ist dies Schlimm? Nein, wieder nicht. Es ist durchaus nicht schlecht, wenn der Mensch auch seine dunkle Seite auslebt und dann besser im Kino, als auf der Straße. Nur kann es zu einer Sucht werden, und damit alltäglich. Das reale Leben gleitet einem immer mehr aus den Händen, was nach außen meist nicht sichtbar ist, und der Held im Film hat immer die Kontrolle. Nun kommt die Stelle, wo man dann doch merkt, daß ist nicht real, es ist ein Film.
Der finale Schritt, Snuff. In Snuff Filmen werden die Opfer meist gequält, sexuell mißbraucht und abschließend getötet und teilweise auch gegessen. (Es gibt übrigens auch die Theorie, daß Kannibalismus ein Verbrechen aus Langweile oder Eingeengtheit ist, aber dazu ein andermal mehr) Das Opfer ist real. Der Schrei ist real, das Blut ist real, der Tot ist real, die Eingeweide sind real, die absolute Kontrolle ist real. Der absolute Kick ist perfekt. Und eine Anmerkung an dieser Stelle, eine Menge Snuff Filme da draußen sind nicht real, aber es gibt einige, die sind es. Und die finden ihre Abnehmer. Der Schritt ist nur mehr ein kleiner von Voyeur zum Akteur. Die Macht genießen zu können, über den Tot entscheiden zu können. Über die Art und Weise dessen und ultimativ das letzte Tabu dieser Gesellschaft zu brechen, Kannibalismus.
Sind es Ausnahmen, oder gibt es eine riesige Dunkelziffer? Eigentlich egal, uns sollte dieser eine Fall schon aufschrecken. Aber es gab schon davor genügend Dinge, die schon als alltäglich galten. Kennen sie das Photo, auf dem zwei japanische Geschäftsleute zu sehen sind, die ein Baby Essen? Vor ein oder zwei Jahren kursiertes dieses Bild durch viele Mailboxen. Man stellte sich die Frage, ist das Bild real? Man wollte mehr wissen. Dies spülte die Internetseite "Rotten" nach oben. Eine Seite, auf der Bilder von Toten, vorzugsweise Unfälle, gezeigt werden. In Farbe und Großaufnahme. Die Grenze zwischen Normalität und Perversion ist nur eine geringe.
Was nun tun? Sollte man am besten alles verbieten, was sich nur annähernd mit diesen Perversitäten beschäftigt (Newsgroups, Internetseite und Filme) Dieser Ruf wird kommen und er ist wie immer der Falsche. Man verwechselt dann mal wieder Ursache mit Wirkung. Ein Psychologe sagte einmal, ein Mensch, der auf einem Berg steht, hat kein Bedürfnis, ein Boot zu bauen. Es ist nicht die Auswirkung die zählt, sondern die Ursache. Eine Gesellschaft, in der Egozentrik zum höchsten Gut erhoben wird und der Wert eines Menschen in Geld beziffert wird, wird immer solchen Problemen zu kämpfen haben. Hinzu kommt noch eine Gewissen Langeweile die den Menschen beschleicht, nachdem das Leben immer im gleichen Trott verläuft und auch darin begründet liegt, weil man weis, am nächsten Tag geht die Sonne wieder auf. Man muß sich keine Sorge um das eigene Leben machen. Oder anders gesagt, Schuld daran sind wir alle, keiner mehr, keiner weniger und nur wir alle können etwas ändern. Kein Gesetz kann das tun und keiner kann es für uns tun.
In diesem Sinne
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| N e O |
Fazit: Entscheiden sie selbst
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