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Beetlejuice

Ed Wood - Der schlechteste Regisseur aller Zeiten

Specialbild Ed Wood - Der schlechteste Regisseur aller Zeiten Special D 2001 5 Min
Regisseur: sundance
Über: Ed Wood

Content:

Edward D. Wood jr, im folgenden nur noch Ed Wood (==>) genannt, wurde am 10. Oktober 1924 im Staate New York geboren. Sein erster Kinofilm sei "Dracula" (1930) mit Bela Lugosi in der Hauptrolle gewesen. Dieser Mann sollte im Verlaufe seines Lebens noch eine wichtige Rolle spielen. Im zweiten Weltkrieg wurde Ed Wood (==>) im Pazifik eingesetzt, kam verwundet zurück und drehte nach einigen Jahren als Stunt-Double oder "Drehbuch"-Autor seinen ersten eigenen Film:

"Glen or Glenda" (1953): Bela Lugosis Stern war in den 50ern schon weit gesunken. Außerdem benötigte er für seine Drogen jedes nur erhältliche Geld. Somit konnte Ed Wood (==>), der als Fetischist von Frauenkleidern und Angora selbst eine der Hauptrollen übernahm, ihn für schlappe 500 Dollar in seinen Film um Transvestiten und ihre Probleme wegen fehlender Toleranz der Mitmenschen einspannen. Lugosis Rolle wurde einfach eingebaut, einen Bezug zur Handlung ignorierte Wood fast völlig. Hauptsache, er hatte einen attraktiven Namen auf dem Filmplakat.

"Die Rache des Würgers", auch "Bride of the Monster" oder "Bride of the Atom" (1955): Wieder setzt Wood Lugosi als Zugpferd ein. Ein weiterer bekannter Mitwirkender, aber beileibe keine Schauspieler, heißt Tor Johnson, ein Riese und ehemaliger Catcher. Von Tim Burton (==>) später grandios nachgestellt in "Ed Wood (==>)" bleibt die Szene in Erinnerung, in der ein Mann von einem Oktopus angegriffen wird. Die "Effekte"-Abteilung verwendete hierfür ein Plastik-Ungetüm, das nicht einmal mechanisch zu bedienen war, d.h. der Schauspieler musste selbst die Tentakeln packen und sich als angegriffen und umschlungen präsentieren. Die Handlung beinhaltet einen verrückten Wissenschaftler mit Supermenschen-Phantasien, der von seinem tumben Diener Lobo (Tor Johnson) letztlich angegriffen wird und von Polizisten solange zugeballert wird, bis er in einem Atompilz verschwindet. Natürlich klaute Ed Wood (==>) auch diese Atombombenexplosion aus irgendeinem Archiv.

"Plan 9 aus dem Weltall (==>)" (1956-1958): Mit ganzen zwei Minuten Material von Bela Lugosi entsteht dieser filmische Trash. Gezwungenermaßen suchte Wood nach einem Double mit Lugosi-ähnlichen Ohren. Mehr bedurfte es nicht, denn den anderen Teil des Gesichts ließ er mit einem vorgehaltenen Cape verdecken. Für die Finanzierung dieses ökonomischen Abenteuers gewann er die ortsansässige Baptistengemeinde, denen er versprach, aus dem riesigen Reingewinn des "Plan 9 aus dem Weltall (==>)" eine Bibel-Serie zu drehen. Tja, das nennt man Geld in den Sand setzen.

Dieses Unternehmen bedeutete den traurigen Schlusspunkt von Woods ernsthafter Regie-"Karriere". Die Alkoholsucht vollbrachte das Übrige, um Wood abstürzen zu lassen. Regie führte er nur noch bei billigsten Pornofilmen, er gab Sex-Heftchen raus und trägt wieder verstärkt Frauenkleider. Sein Ende schien nun schon deutlich absehbar.

Richtig berühmt wurde Wood erst nach seinem Tod am 10. Dezember 1978. In einer Umfrage in dem Buch "The 50 worst Films of all Time" (1981) erreichte "Plan 9 aus dem Weltall (==>)" den Titel als "Schlechtester Film aller Zeiten" unter der Regie des "Schlechtesten Regisseurs aller Zeiten". Dass das Trashige anzieht, kann man täglich im Fernsehen beobachten. Und so erlangten auch Wood und seine Filme bald Kultstatus ob ihrer Skurrilität. Dennoch darf man bei allem arroganten Kritisierens und dem Belächeln seiner dilettantischen Werke niemals vergessen, dass Ed Wood (==>) ein aufrichtiger Liebhaber des Kinos war, dass er in seine Regiearbeiten sein ganzes Herzblut einfließen ließ und dass er aufgrund dieses Enthusiasmus' Vorbild wurde für Erfolgsregisseure wie Tim Burton (==>) oder David Lynch.
Fazit:

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