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Sieben
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Steve McQueen
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Special |
D |
2001
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5 Min |
| Regisseur: sundance |
| Über: Steve McQueen
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Content:
Als Terence Steven McQueen wurde der sympathische Ausnahme-Schauspieler am 24.März 1930 in Beech Grove in Indiana, USA geboren. Nach seiner ersten Ehe war er mit Ali McGraw verheiratet, mit der er in einem der Kultfilme des Gangstergenres unter der Regie von Sam Peckinpah vor der Kamera stand: "Getaway". Am 7.November 1980 erlag er in Mexiko einem Lungenkrebsleiden. Dieser wurde aber nicht auf seinen hohen Tabakkonsum zurückgeführt, sondern auf den Kontakt mit Asbestmaterialien. Diesem war er sowohl in seiner Zeit bei den Marines als auch aufgrund seiner feuerfesten Kleidung bei Autorennen ausgesetzt.
Interessant an Steve McQueens Karriere ist, dass er immer wieder mit denselben Kollegen spielte und ihn mit diesen auch enge Freundschaften verbanden. Auf diese "Begegnungen" wird jeweils hingewiesen werden. Auch dass viele Filme gleich als Klassiker bezeichnet werden, entspringt einfach der Tatsache, dass wir McQueen Filme verdanken, die mühelos alle neuen High-Budget-Projekte aus Hollywood in den Schatten stellen können.
Seine Karriere begann 1956 mit einem Mini-Auftritt in "Eine Handvoll Dreck", der trotz Paul Newman in der Hauptrolle kein allzu großer Erfolg wurde. Als erste Hauptrolle zählt "Der Blob" im Jahre 1958, ein typischer B-Movie, in dem ein außerirdisches schleimiges Etwas die Erde erobern will. Okay, kein ernstzunehmender Film, aber aufgrund seiner trashigen Machart doch wieder ganz lustig anzuschauen.
1960 erfolgte dann der Wahnsinnserfolg mit einem der Klassiker der klassischen Western: "Die glorreichen Sieben (==>)", der vor der Zeit der zynischen Italo-Western mit der Legende Clint Eastwood (==>) oder Franco Nero noch einmal den unerschrockenen, hilfsbereiten und moralisch festen Helden des wilden Westens zelebrierte. Zum zweiten von insgesamt drei Mal (das erste Mal 1959 für "Wenn das Blut kocht" mit u.a. Frank Sinatra, Charles Bronson und Gina Lollobridgida) stand er unter der Regie von John Sturges vor der Kamera. Und auch zum ersten Mal mit James Coburn und Robert Vaughn und zum zweiten Mal mit Charles Bronson, denen er später noch öfter über den Weg laufen sollte.
Nach etwas unbedeutenderen Filmen führte in dann der dritte Film 1963 mit John Sturges und Charles Bronson, der zweite mit James Coburn und der erste mit seinem guten Freund Richard Attenborough zu seinem Durchbruch: "Gesprengte Ketten", wiederum ein Film, der zum Klassiker aufstieg. In diesem Film konnte McQueen auch seiner großen Leidenschaft, dem Motorsport, frönen. Berühmt sind die Szenen, in denen er versucht, auf einem Motorrad vor den Nazis zu fliehen. Eine Hommage an diese Szenen erkennen wir in "Indiana Jones und der letzte Kreuzzug (==>)" wieder. Die Handlung und einige andere Szenen wurden zur Inspiration für Nick Parks "Chicken Run (==>)", und auch die Berufsblödler Abrahams und die Gebrüder Zucker huldigten dem Werk in Filmen wie "Die nackte Kanone 33 1/3".
Ohne Frage, Steve McQueen war auf dem Höhepunkt angelangt. Und diesen sollte er nicht wieder verlassen müssen. Seine erste Zusammenarbeit mit Regisseur Norman Jewison 1965 war "Cincinnati Kid" um einen jungen Pokerspieler, der sich mit dem besten seiner Zunft messen will. Er tritt gegen diesen an, lässt sich aber nicht auf ein für ihn abgekartetes Spiel ein, pokert fair und verliert alles. 1966 dreht er mit seinem Freund Richard Attenborough (zum zweiten Mal) den Kriegsfilm "Kanonenboot am Yangtse-Kiang". McQueen mimt einen Maschineningenieur, der im China des Jahres 1926 zum Retter einiger amerikanischer Staatsbürger avanciert und sein Leben opfert. Wieder einmal besetzt McQueen die Position des einsamen, sich aufopfernden Helden: Lucky Luke nennt man den Lonesome Cowboy, und dies trifft in vielen seiner Filme auch auf Steve McQueen zu.
Es beginnen die Jahre mit den Werken, die Steve McQueen endgültig zur Legende werden lassen. 1968 entsteht "Thomas Crown ist nicht zu fassen" unter der Regie von Norman Jewison und der ersten Zusammenarbeit mit Faye Dunaway. Was soll man noch groß sagen zu diesem Meisterwerk? Es beinhaltet den längsten Kuss und eine der grandiosesten Schlussszenen der Filmgeschichte. Dass der Film eng mit den Personen Dunaway und McQueen verknüpft war, lässt sich daran erkennen, dass einem das Remake von John McTiernan ("Stirb langsam I & III") mit Pierce Brosnan und Rene Russo einfach nur lächerlich daherkommt. McQueen versus Brosnan besitzt dieselbe Eindeutigkeit wie Connery versus Brosnan. Im selben Jahr erschien ein weiterer Klassiker der Filmgeschichte: "Bullitt". Zum zweiten Mal steht er mit Robert Vaughn vor der Kamera, der hier allerdings einen opportunistischen und unsympathischen Politiker mimt. Berühmt wurde natürlich die Verfolgungsjagd durch San Francisco, in der McQueen seinen Mustang über die Pisten jagt. In den 90ern entnahmen Werbeleute für einen Ford Puma-Spot Szenen aus "Bullitt" und setzten McQueen gelungen als Fahrer des Puma ein.
Der nächste Rennsportfilm 1971 war "Le Mans", der aber nicht allzu ausführlich besprochen werden soll. Denn der darauffolgende Film "Junior Bonner" unter der Regie von Sam Peckinpah ("Convoy", "The Wild Bunch", "Pat Garrett jagt Billy the Kid", "Das Osterman-Wochenende") wartet mit genialen Stunts auf. Der Film handelt von einem Rodeo-Turnierreiter (natürlich McQueen), der sein ganzes Leben auf der Straße verbringt, nur um von Turnier zu Turnier zu reisen. McQueen absolvierte die Stunts selbst, da er vor seiner Schauspielkarriere auch als Zureiter gearbeitet hatte. Dank Peckinpahs Zeitlupentechnik wurden ästethische Szenen geschaffen, die die Kraft der Bullen oder Pferde in bisher ungezeigter Form verdeutlichten. Mit Peckinpah entstand dann auch im Jahr 1972 "Getaway", wobei er auch Ali MacGraw lieben lernte und später auch heiratete. "Getaway" besitzt den Status eines der besten Gangsterfilme, was nicht zuletzt auch dem genial agierenden McQueen zu verdanken ist. Auch hier versuchte man sich an einem Remake, das aber mit Alec Baldwin und Kim Basinger in den Hauptrollen dem Original in keiner Minute das Wasser reichen kann.
Seine nächsten zwei Filme bekräftigen seinen Status als höchstbezahlter Filmstar der Welt. 1973 drehte er mit Dustin Hoffman unter der Regie von "Planet der Affen"-Regisseur Franklin J. Schaffner das auf einer wahren Geschichte beruhende Abenteuerdrama "Papillon". Er wird unschuldig in eine Strafanstalt nach Französisch-Guyana verfrachtet, wo er trotz mehrjähriger Einzelinhaftierungen und psychischer Folterungen niemals aufgibt, seinen Weg in die Freiheit zu suchen. Erschreckend realistisch wird dank McQueen deutlich, wie zermürbend zwei bzw. fünf Jahre in einer Dunkel-Einzelzelle auf den menschlichen Geist wirken. Doch es gelingt den Gefängnisleitern nicht, seinen Willen zu brechen. Und letztlich entkommt Papillon. 1974 entsteht dann "Flammendes Inferno (==>)", in dem er wieder auf Paul Newman, Faye Dunaway und Robert Vaughn trifft. Vertraglich lässt sich McQueen genauso viel Text zusichern wie Paul Newman. Dass man von einem Katastrophenfilm nicht allzu viel erwarten kann, scheint offensichtlich. Allerdings präsentierte sich mit "Flammendes Inferno (==>)" die Mutter aller Katastrophenfilme. Und an deren Rasanz und sogar charakterliche Dichte kam niemals mehr ein Film aus diesem Genre annähernd heran.
Einer seiner letzten Filme war 1980 "Tom Horn", der von einem aufrechten Westernhelden handelt, der sich als Soldat und Revolvermann einen Namen machte, und am Ende durch ein Komplott zum Tode verurteilt wurde. Berühmt wurde Horns Zitat am Ende seines Lebens (ist wirklich wahr und nicht fiktiv): Als er zum Galgen geführt wurde, bemerkte er den nervösen jungen Sheriff und flößte ihm Mut zu: "Du wirst doch jetzt nicht nervös werden." Dieser antwortete: "Das ist meine erste Hinrichtung", worauf Horn entgegnete: "Meine auch!"
Von Steve McQueen selbst bleibt folgendes Zitat über die Schauspielerei in Erinnerung: "In my own mind, I'm not sure that acting is something for a grown man to be doing." Am 7. November 1980 also verloren wir einen der markantesten und trotz seiner vielleicht rauhen Art sympathischsten Filmstars, die je auf Zelluloid auftauchten.
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Fazit: Eine unbestrittene Legend
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