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Die fünf Geächteten

Aviator

Filmplakat Aviator Aviator USA 2004 170 Min
Regisseur: Martin Scorsese
Schauspieler: Leonardo DiCaprio (Howard Hughes), Cate Blanchett (Katharine Hepburn), Kate Beckinsale (Ava Gardner), John C. Reilly (Noah Dietrich), Alec Baldwin (Juan Trippe), Alan Alda (Ralph Owen Brewster), Ian Holm (Professor Fitz), Danny Huston (Jack Frye), Gwen Stefani (Jean Harlow), Jude Law (Errol Flynn), Adam Scott (Johnny Meyer), Matt Ross (Glenn Odekirk), Kelli Garner (Faith Domergue), Frances Conroy (Mrs. Hepburn), Brent Spiner (Robert Gross), Willem Dafoe (Reporter), Josie Maran
Genre: Biopic
Verleih: Miramax
Homepage: www.movie.de/filme/aviator
Trailer: hier (?)

Handlung
Note Handlung 1
Besetzung
Note Besetzung 1
Action
Note Action 1
Spannung
Note Spannung 1
Humor
Note Humor 1
Kamera
Note Kamera 1
Inhalt:

Erzählt wird das aufregende Leben von Howard Hughes (Leonardo DiCaprio), seines Zeichens exzentrischer Millionär, Filmemacher, Playboy, Flugzeugkonstrukteur und Flieger. Der beginnt 1927 mit seinem ersten Werk „Hell’s Angels“ („Höllenhunde“), einem Kriegsfilm, der dank seiner aufwändigen Luftschlachten und der jahrelangen Drehzeit der bis dato, um 1930, teuerste Film war. Immer wieder forderte Hughes den Umschnitt, neue Aufnahmen, dann den Umstieg von Stumm- auf Tonfilm. Auch seine berühmten Liebesbeziehungen zu so ziemlich jeder einigermaßen bekannten Schauspielerin Hollywoods, u.a. Jean Harlow (Gwen Stefani), Katharine Hepburn (Cate Blanchett), Ava Gardner (Kate Beckinsale), werden beleuchtet. Im Vordergrund aber steht Hughes’ Leidenschaft zum Fliegen, sowohl als Pilot als auch als Konstrukteur und später sogar als Besitzer der Fluglinie TWA. Der tiefe Fall Hughes’ wird durch die vermeintlichen Ursachen (Phobien, panische Angst vor Keimen und Wahnvorstellungen) nur angedeutet. Wahr ist, dass es ab etwa 1953 keine Fotos mehr von ihm gibt, er sich ganz aus dem öffentlichen Leben zurückzog und jahrzehntelang, bis zu seinem Tod 1976, nur in Hotelzimmern wohnte, um steuerlich nicht fassbar zu sein.
Kritik:

Dieses Leben ist für einen großen Film perfekt geeignet: Reichtum, Schönheit, Macht und Mut, daneben die Schattenseiten Phobien, Ausbeutung, Kontrollwut und Untreue. Leider beschränkt sich „Aviator“ im Grunde nur auf die positiven Marotten des Exzentrikers und lässt ihn wie einen großen Jungen aussehen, der zufällig ein paar Milliönchen geerbt hat und mit diesen Geldbündeln um die Häuser zieht, um seine Träume vom Film und vom Fliegen erfüllen zu können. Die negativen Charakterseiten, z.B. seine Rücksichtslosigkeit gegenüber seinen gerade aktuellen Geliebten werden nur unangemessen kurz beleuchtet. Dass er den Leitspruch, dass nur eine gut geschmierte Politik rundläuft, verinnerlicht hatte und so ziemlich alles und jeden kaufte, wirkt da nur als weitere, fast schon liebenswerte, Marotte. Als Exzentrizität eines Menschen, der alles Geld der Welt gehabt hätte, um glücklich zu sein, dennoch aber stets einsam, unnahbar und unzufrieden war.



Diese Geschichte verlangt nach einem passenden Hauptdarsteller, und der wurde gefunden. Leonardo DiCaprio spielt hier wohl die Rolle seines (bisherigen) Lebens. Man nimmt ihm die Begeisterung für seine drei „F“s ohne weiteres ab: Filme, Fliegerei und Frauen. Dafür dass DiCaprio nun mal das Aussehen eines „Milchbubis“ hat, kann er nichts. In „Aviator“ hilft es ihm sogar, da er damit die ständige „jugendliche“ Leidenschaft Hughes’ für seine „Hobbys“ verdeutlichen kann. Cate Blanchett überzeugt in ihrer Rolle als selbstbewusst, emanzipierte Katharine Hepburn ebenso wie Kate Beckinsale als kalte Schönheit Ava Gardner. Daneben agieren auch Alan Alda als gekaufter Senator und Alec Baldwin als Pan-Am-Chef einfach genial. Baldwins Worte auf das Urteil, dass nun auch TWA interkontinental fliegen darf, sind göttlich. Ein voller Inbrunst, aber dennoch dezentes „Sch....!“.



Toll zu beobachten ist auch der technische Fortschritt im Ablauf der Geschichte. Je weiter sich die Technik in Hughes’ Zeit entwickelt, umso bunter und aufwändiger gestaltet auch der Meister Martin Scorsese seinen Film. Handwerklich ist der Film brillant, eine regelrechte Augenweide: Lange Einstellungen, herumwandernde Kameras und interessante Perspektiven zeigen, was im modernen, schnellgeschnittenen Kino oftmals fehlt. Immer wieder sind Originalaufnahmen aus Hughes’ Filmen oder den Nachrichten dazwischenplatziert. Ein besonderes Highlight allerdings ist Hughes’ katastrophaler Flugzeugabsturz über Beverly Hills, der ihn fast das Leben gekostet hätte. Realistischer kann man solch einen Unfall nicht verfilmen, es stockt einem in diesen brillanten Szenen fast der Atem.



„Aviator“ dürfte Martin Scorsese wohl endlich den sehnlichst erwarteten und vor allem verdienten Regie-Oscar einbringen. Scorsese schafft es, die damalige Zeit wieder aufleben zu lassen, und versteht es, den Zuschauer, mit kleinen Ausnahmen, über 170 Minuten zu fesseln. Kenner der Stars oder der politischen Verhältnisse der gezeigten Zeit erhalten zusätzlich noch einige Schmankerl.

Vergleich: Ray (==>), Dark Blue World (==>), L.A. Confidential, Der Pate, Tollkühne Flieger, Casino, Bugsy, Tucker, Gangs of New York (==>)
Gesamtnote 1 Fazit: Leicht verzerrte Biographie in großartigen Bildern.

Kommentare:

Name: Helen
Titel: shemale

Inhalt:
Cool guestbook, interesting information... Keep it UP



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