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Das Leben des Brian

Shadow of the Vampire

Filmplakat Shadow of the Vampire Shadow of the Vampire USA/GB 2000 93 Min Min
Regisseur: Elias Merhige
Schauspieler: John Malkovich, Willem Dafoe, Udo Kier, Cary Elwes
Genre: Komödie
Verleih:
Homepage: www.shadow-of-the-vampire.de
Trailer: hier (???)

Handlung
Note Handlung 1
Besetzung
Note Besetzung 1
Action
Note Action 1
Spannung
Note Spannung 1
Humor
Note Humor 1
Vergleich mit Original
Note Vergleich mit Original 1
Inhalt:

"Nosferatu – Eine Symphonie des Grauens" zählt neben Fritz Langs Metropolis zu den Stummfilmen, die auch heute noch als Lehrbeispiele an den Filmhochschulen hergenommen werden und auch immer wieder in den Kinos gezeigt werden – in immer neuen Varianten (mit E-Musik aus dem Computer, mit Live-Band-Begleitung...). Friedrich Wilhelm Murnaus Klassiker aller Vampirfilme verdankt seine Popularität unter anderem auch der herausragenden Leistung des Max Schreck in der Titelrolle. Bis heute ist Schreck ein nicht greifbarer Mythos. Ein Horrordarsteller namens Schreck: kann das Zufall sein oder wars nur sein Künstlername? Warum hat er trotz des großen Erfolges von Nosferatu nur in einem weiteren Film mitgespielt? Er ist genauso spurlos in der Versenkung verschwunden wie er aufgetaucht ist...

Shadow of the Vampire beantwortet diese Fragen aus einer völlig neuen Sicht: was wäre wenn Murnau in seinem Realitätswahn wirklich einen Vampir ausfindig gemacht und diesen für seinen Film angeheuert hätte?

Der Film beginnt mit der Beendigung der Innenaufnahmen. Man lernt das Team kennen (noch ohne Schreck) und bekommt bereits einen ersten Eindruck von dem besessenen Regisseur, der so realitätsnah wie möglich drehen will. Deswegen auch die zahlreichen Außenaufnahmen und die Laiendarsteller als Statisten.

Gespannt wartet die Crew auf den ersten Auftritt des Vampirs, den außer Murnau noch keiner gesehen hat. Er soll ja ganz in seiner Rolle aufgehen, nur tags schlafen, nie aus seinem Kostüm herausschlüpfen... (Method Acting, wie es Robert DeNiro populär gemacht hat).

Dementsprechend entsetzt sind alle von dem Aussehen des Vampirs und Murnau hält munter drauf und fängt genau die Gesichter ein, die er will. Nach und nach überzeugt sich die Crew von der "schauspielerischen Fähigkeit" des Max Schreck – bis das erste Opfer zu beklagen ist: der Kameramann. Murnau erinnert den Vampir an die Abmachung, bis zum Ende der Dreharbeiten die Crew in Ruhe zu lassen, muß aber nach Berlin reisen, um einen neuen Kameramann zu besorgen, und die Crew mit Schreck alleine lassen. Bald überstehen alle den Schreck(en) nur noch mit Drogen und es gibt mehr und mehr Leichen – bis zum Showdown mit Greta in Helgoland... Und Murnau filmt alles mit und bedankt sich völlig entrückt bei den Leichen für ihre wunderbare Darstellung.
Kritik:

Der Anfang ist eher schlecht: ein viel zu langer Vorspann ohne Handlung und zum großen Teil sogar ohne Musik – das Publikum beginnt sich zu langweilen (zu Recht) und zu sprechen. Außerdem irritiert die ständige Mischung aus langsamer Vergrößerung und plötzlichem Uberblenden in eine nähere Einstellung sehr. Langsames Näherfahren der Kamera wäre besser.

Daneben hat Merhige eine zu ausgeprägte Liebe zum Detail: was nützt die lange Fahrt mit der Kamera unmittelbar über den Schienen (man sieht nichts als Eisenbahnschienen) – für die Zugfahrt in den Osten Europas hätte es bessere Umsetzungen gegeben (warum nicht die Reisenden beobachten?).

Auch Malkovich (Murnau) spielt am Anfang z.T. übertrieben. Das bessert sich allerdings im Verlauf des Filmes und am Schluß läuft er zu Höchstform auf. Dafoe (Schreck) dagegen liefert eine herrlich anzuschauende Leistung, auch wenn er mehr an Klaus Kinskis Orlock erinnert als an Max Schreck (v.a. das wilde Augenrollen).

Natürlich kommt der Film nicht an Nosferatu heran (eben ein unerreichbarer Klassiker) und entfaltet dementsprechend seine beste Wirkung bei der eingeschnittenen Schiffsszene des Originals. Gut auch die Schattenszenen. Trotzdem ein guter Film, der unter anderem die Kamera als eigentlichen Blutsauger und Mörder der Darsteller entlarvt (mal ganz abgesehen vom Regisseur, der für Realismus alles opfert) und "Nosferatu" als ersten Snuff-Movie darstellt.

Interessant wäre zu wissen, wie es bei den Dreharbeiten unter Murnau wirklich zugegangen ist. Immerhin war er der erste, der an Originalschauplätzen drehte. Der Realitätstick muß wohl ziemlich hinkommen...

Netter Einfall am Rande: viele Beteiligte des Shadow... stammen aus der "Vampirszene": Produzent Nicolas Cage in "Vampire's Kiss", Malkovich in "Mary Reilly", Dafoe in "The last temptation of Christ" (schließlich weiß man seit Wes Cravens Dracula ja, wer wirklich der Stammvater aller Vampire war) und Udo Kier in "Blade" und Andy Warhols Dracula.
Vergleich: Nosferatu, Vampirfilme, Being John Malkovich
Gesamtnote 1 MFey Fazit: Reicht nicht ans Original heran, aber trotzdem gut

Kommentare:

Name: Darla
Titel: Re: Shadow of the Vampire

Inhalt:
Sicher bin ich ebenfalls der Meinung das Originale niemals zu toppen sind, jedoch bin ich aber auch der Meinung man kann keinen Film von 1922 mit einem Film von 2001 vergleichen, zumal diese beiden eine völlig verschiedene Thematik haben.
Ich bin der Meinung Nicholas Cage hat seine Händchen gut spielen lassen und sich für das richtige Projekt entschieden.



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